| Problem |
Im Dezember 2024 bin ich überraschend Eigentümer zweier „Revox-Schätzchen“ geworden. Durch Zufall bin ich bei den Kleinanzeigen auf einen Verstärker (B 250) und einen CD-Player (B 226) von Revox gestoßen, die neben weiteren Revox-Geräten (zwei Bandmaschinen und ein Plattenspieler) in meiner Heimatstadt (wohl aus einer Erbschaft) zum Verkauf standen.
Was mich von Anfang an gestört hat (und was ich auch nicht verstehen kann) ist, dass der CD-Player (oben) ein LCD-Display hat, welches man schon aus wenigen Metern Entfernung kaum vernünftig ablesen kann! Der Verstärker (unten) hingegen hat ein schönes grünes VFD-Display.
|
| Reparatur |
Was sich Revox nur dabei gedacht hat!? Das sieht doch aus wie die Anzeige eines Taschenrechners (und die Sofitten-Funzel leuchtet das Display noch nicht einmal vernünftig aus):
Was man seinerzeit in Villingen-Schwenningen nicht hinbekommen hat, bekommt man heute in Shenzhen zu kaufen: Aber ich will Revox nicht zu sehr schelten; die haben früher schon wirklich gute Arbeit geleistet und hochwertige Geräte gebaut, die sehr wartungsfreundlich aufgebaut sind. So war die Frontplatte schnell und einfach abgebaut, so dass das Display leicht erreichbar war (oben sieht man die grüngetönte Sofitte, darunter die eingefahrene CD-Schublade und zurückgeklappt die Frontplatte mit dem LCD-Display): Von oben betrachte sieht man es noch besser. Die Elektronik auf der Frontplatte ist mit steckbaren Kabel mit den Boards im Gerät verbunden (Prima, Revox! Danke, Herr Studer!) Besonders die Tasten „1“ und „6“ wurde wohl häufiger mit „Fettfingern“ bedient: Das LCD-Display samt Platine lässt sich leicht entfernen, denn es ist auf dem Traggestell geschraubt (und nicht geklebt, wie man es wohl heutzutage machen würde): „Alt gegen Neu“: Oben das ausgebaute original LCD-Display, darunter das chinesische LED-Pendant: Da soll nochmal einer sagen: „Die Chinesen bauen nur Müll!“ Da das LED-Display dünner aufgebaut ist als das Original, liegen der Lieferung Distanzscheiben bei: „Wow“: Das sieht ja mal wirklich super aus: Jetzt kann man das Display aus wesentlich weiterer Entfernung und nun auch im Dunkeln gut ablesen: Und weil die „Kiste“ einmal auf war, habe ich selbstverständlich auch noch die Spannungsregelung auf die heutigen Verhältnisse angepasst (von 220V auf 240V): Zum Glück befindet sich im B 226 keiner der berühmt-berüchtigten Rifa-„Knallfrösche“, die in deren Umgebung eine „schöne Sauerei“ anstellen. Dazu in einem anderen (noch nicht veröffentlichten) Beitrag zur Instandssetzung des Revox-Verstärkers B 250 mehr...
|