| Problem | Nach einigen Jahren (genau genommen waren es nur drei!) gingen so langsam meine Rollo-Aktoren Shelly 2.5) kaputt. Die WLAN-Verbindung kam ab etwa Mitte September 2024 nicht mehr zustande und die Rollos ließen sich nicht mehr schalten (also hoch- und herunterfahren). Aus dem Aktor selbst kam dabei durchgehend ein zischendes / rauschendes Geräusch. Unter auf dem Foto sieht man, dass der Aktor zwischen den eigentlichen Rollo-Schalter "eingeschleift" wird. Er sitzt also in der Unterputzdose hinter dem Schalter, mit dem die Rollos auch „von Hand“ bedient werden können. Aber wenn der Shelly nicht mehr mag, werden auch die Schaltsignale des Schalters nicht mehr durchgeschleift... (oder sagt man: durchgeschliffen?)
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| Diagnose |
Glücklicherweise gibt es in Deutschland lebendige Shelly-Foren, in denen ich schnell auf einen defekten Kondensator hingewiesen wurde. Tatsächlich hätte Shelly diesen Elko auf deren Kosten ausgetauscht, da wohl einige Zeit qualitätiv minderwertige Elkos verbaut worden waren. Aber dann hätte ich den Aktor nach Bulgarien senden müssen, da ich ihn seinerzeit auch dort direkt über den Hersteller (damals noch Allterco) bezogen hatte. Das war mir dann doch zu aufwendig! Obwohl das Rauschen von der Spule (grüner Pfeil) herrührte, war der Elektrolytkondensator (roter Pfeil) der Spielverderber! Auf dem Foto habe ich den Elko schon mal aufrechtgestellt (er liegt eigentlich neben der Spule), damit er besser zu sehen ist. Eigentlich hätte dieser 100µF-Elko als 105°C-Variante standhafter sein sollen, dennoch hat er schlapp gemacht. Leider ist Ersatz (100µF / 16V) gar nicht so leicht zu finden; jedenfalls nicht in der hier benötigten Größe, denn ich habe nur Elkos gefunden, die dicker sind und somit nicht neben die Spule passen. Aber auch hier war mir ein Forumskollege behilflich (Danke Thomas!), der mir passenden Ersatz in Polymerausführung zugesandt hat. |
| Reparatur |
Tatsächlich hatte der altersschwache Elko nur noch 35% seiner Nominalkapazität (35,5 µF statt 100 µF): Hier sieht man den bereits eingebauten und „flachgelegten“ Polymerkondensator in seiner Endlage (die „Beinchen“ unter der Platine sind noch nicht abgeknipst): Die noch nicht abgeknipsten „Beinchen“ und die Platine von unten (ein Wunder, dass man an einem Elektronik-Modul aus dem Jahr 2021 überhaupt noch selbst etwas reparieren kann!): Im Verlauf der nachfolgenden Wochen sind dann auch noch weitere drei (von fünf) derartiger Aktoren mit den gleichen Symtomen auf meinem Werktisch gelandet! Alle verrichten nun wieder klaglos ihren Dienst (einer davon sogar weiterhin mit dem Original-Elko!!!). | |
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