| Problem | Im Herbst 2024 hatte ich mir über den Kleinanzeigenmarkt ein Onkyo TA-2550"an Land gezogen". Dabei handelt es sich um das „kleine“ Schwestermodell des TA-2570. Es sollte eigentlich als "Ersatzteil-Träger" dienen und ich wollte den linken Wickelteller für mein 2570 verwenden, da dort ja die "Riemenpest" die Reflexionsfelder beschädigt hatte und ich diese nachschwärzen musste (siehe dazu den Bericht zum TA-2570). Auf dem Bild unten sehen wir im Vordergrund das Laufwerk des 2550. Dort ist der Wickelteller bereits ausgebaut. Im Hintergrund das 2570 mit (mal wieder) ausgebauten Laufwerk. Wie sich herausstellte, war auch hier der Backtension-Riemen am Ende seiner Haltbarkeit angekommen! Allerdings hatte er sich noch nicht „verflüssigt“ und konnte daher zum Glück keine Sauerei im Gerät verursachen! Wie sich jedoch ebenfalls herausstellte, passt der Wickelteller aus dem 2550 nicht in den 2570! Links der Wickelteller des 2550, rechts der des 2570 Das gesamt Laufwerk ist als Single-Capstan-Gerät insgesamt viel einfacher „gestrickt“. Hier sehen wir nach dem Ausbau des Antriebmotors die einzige Schwungmasse in diesem Gerät (mit Gummianhaftungen des Antriebsriemens): Die „Riemenpest“ hatte also auch bereits den Antriebsriemen befallen! Sofortiger Austausch war daher dringend angeraten!Auch am Motor-Pulley (natürlich beim 2550 nur ein Plastikteil; im 2570 ist der aus Messing gefertigt!) sind schon Anhaftungen des Riemens vorhanden: Links liegt der schlappe Antriebsriemen, rechts nochmals der Backtension-Riemen: Auf diesem Foto ist das Flywheel (Schwungmasse mit Capstan) bereits gereinigt. Es sind noch Lauf-Spuren und auch kleinere Pickelchen (Zinkpest) erkennbar. Der Plastik-Pulley ist auch wieder sauber und kann nun wieder den Riemen antreiben: So ist der Riemen "ordentlich aufgelegt"... Durch die Wölbung (den Bauch) des Pulley wird der Riemen „automatisch“ in die Mitte getrieben und dort gehalten. Dummerweise ist mir beim Befestigen des linken Wickeltellers die kleine und hauchdünne Befestigungsscheibe „flöten gegangen“, die auf die Achse geclipst wird!Ersatzweise musste ich mir daher aus einem Margarine-Dosen-Deckel eine alternative Befestigung basteln. Tatsächlich funktioniert das so problemlos! Auf dem rechten Foto sieht man übrigens auch den neu aufgezogenen Backtension-Riemen: Das TA-2550 ist tatsächlich als Zweitgerät im „produktiven Einsatz“ (wird also als Cassetten-Spieler genutzt). Zum „Schlachten“ ist das Deck dann - trotz der Abstriche - doch „zu gut“!
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